Die Erste Posaune

Sieben Posaunen brachten die Mauern Jerichos zu Fall – die Festung der Tabakprohibition erzittert jetzt unter dem ersten grossen Gegenschlag, geführt von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN).

Das von der BGN im September veranstaltete Symposium zum Thema Tabakrauch am Arbeitsplatz zeitigt weitreichende Folgen für die Verbotstreiber. In einer Presseerklärung zur Veranstaltung lesen wir geradezu unglaubliches – der BGN fordert eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die sogenannten Nichtraucherschutzgesetze – die „Studien“ des Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle beim DKFZ, also die Werke Frau Pötschke-Langers und Prof. Keil, hält er gerade nicht für eine solche! Starker Tobak.

Im Einleitungstext der auf der Website des BGN neu geschaffenen Rubrik „Wissenschaft und Forschung“ erläutert Prof. Dr. med. R. Grieshaber, der wissenschaftliche Leiter, warum er den bisher verbreiteten Behauptungen über die angebliche Schädlichkeit des Passivrauchs auf den Grund gehen will (Hervorhebungen von mir):


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bei der Passivrauchdiskussion sind wissenschaftliche Diskussionen aufgetreten. Unsere Position wurde mit verschiedenen Kernaussagen zur Kausalität untermauert.

Die Vorträge und Fragen zum Symposium "Tabakrauch am Arbeitsplatz" vom 23./24. Oktober 2007 in Mannheim sind hier zur Bewertung ins Internet gestellt. Im Zusammenhang mit der DKFZ–WHO-Stellungnahme hat unsere Positionierung besondere Bedeutung. Wir hoffen auf eine faktengebundene Antwort, die sich wissenschaftlich mit dem Diskussionsstand befasst. Wir als BGN müssen uns mit Kausalität befassen. Korrelationen, wie sie im Moment weltweit angeboten werden, sind für unsere Fragestellungen und Lösungsansätze nicht brauchbar.

Das auslösende Moment, das ein Hinterfragen der DKFZ-WHO-Hypothesen zum Passivrauch geradezu herausforderte, war der "Garagenversuch", der in der "Roten Reihe" des DKFZ veröffentlicht wurde und großes öffentliches Aufsehen erregte. Es wurde der Eindruck erweckt, dass Dieselruß als Feinstaub gegenüber Passivrauchfeinstaub ein Gesundbrunnen sei. Dies hat unseren Glauben an die Methoden des DKFZ–WHO-Kollaborationszentrums ganz wesentlich erschüttert (Näheres finden Sie in den Ausführungen von Herrn Dr. Rietschel in der Anlage). Auch die Berechnung der 3300 Toten ist für uns bis jetzt nicht nachvollziehbar. Beim Hinterfragen dieser Hypothesen sind wir zu erschütternden Ergebnissen gekommen. Einen Teil davon haben wir jetzt ins Internet gestellt. Wir werden weitere nachliefern, um die Diskussion etwas näher an die Wirklichkeit heranzubringen.

Prof. Dr. med. R. Grieshaber „


http://praevention.portal.bgn.de/webcom/show_article.php/_c-8820/_nr-1/i.html


Nun, ich denke es wirkt ganz ohne Kommentar, liest man was sich eine Institution wie der BGN genötigt fühlte auszuführen. Die Schärfe der Formulierungen ist, das sei hier noch erwähnt, für einen Wissenschaftler doch sehr ungewöhnlich...hier hielt er sie offenkundig für angebracht.


Wir dürfen mit grosser Spannung erwarten, wie die Tabakpräventierer die gestellten Fragen beantworten wollen, ohne zuzugeben, dass ihnen bis heute jeder Beweis für ihre Behauptungen zum Passivrauch fehlt.


Weil es so gut tut, einige Sätze aus der Presseerklärung:


...

1. Wir stehen zu der Aussage, dass die Entscheidungsgrundlagen für
Rauchverbote in deutschen Gaststätten zweifelhaft sind.


Die bisher vom Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle vorgelegten wissenschaftlichen Methoden sind für Kausalbetrachtungen nicht geeignet. Die beiden propagierten Thesen, ein Molekül genügt für die Erkrankung“ und „ein Luftaustausch mit Windstärken eines Tornados genügt nicht zur Elimination der Schadstoffe“ sind inhaltlich unzutreffend. Eine wirksame Prävention durch Risikominimierung baut zu Recht auf der Dosis-
Wirkungsbeziehung auf.....


...Es ist bezeichnend für die Vorgehensweise des Kollaborationszentrums, dass zunächst die 3.300 Passivrauch-Toten von dieser Seite benannt und in die politische Willensbildung eingebracht werden, nun aber eine Diskussion über diese Berechnung „aus ethischen Gründen“ abgelehnt wird.


Wir stellen nicht die Frage: „Sind es wirklich 3.300 Tote?“, sondern:


Wie ordnen Sie die benannten Todesfälle der Ursache Passivrauch zu?

Wurden Kofaktoren (z.B. weitere Erkrankungen) berücksichtigt und methodisch kontrolliert, wenn ja, auf der Grundlage welcher Daten?

Die passivrauchbedingte Sterblichkeit in der Altersgruppe 85 und älter soll laut dieser Studie bei Frauen um den Faktor 2,6 (bei Schlaganfall) und 2,2 (bei
Koronarer Herzkrankheit) höher liegen als bei den Männern. Bezieht man nun die Sterbefälle auf die Bevölkerung und errechnet damit eine altersgruppenspezifische Sterberate, so ergibt sich eine völlig andere Relation, nämlich nahezu 1:1. Das heißt, dass die Sterblichkeit bei beiden Diagnosegruppen zwischen den Geschlechtern nur einen geringen bzw. keinen Unterschied aufweist. Wie sind solche Artefakte und deren falsche Interpretationen in den öffentlichen Diskussionen zu erklären?

Im Band 5 der „Roten Reihe“ wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine relativ schnelle Herstellung des alten Gefäßzustandes beschrieben. Wie passen diese Ergebnisse zu den größtenteils über 75 Jahre alten (zumeist weiblichen?) Passivrauch-Toten, deren Tod durch Passivrauch mit Latenzzeiten der Erkrankungen begründet wird?...


2. Wir stehen zu der Aussage, dass ein erhöhtes, im Rahmen der Anerkennung als Berufskrankheiten relevantes, Gesundheitsrisiko im Gastronomiebereich bei Lungenkarzinomen, bei ischämischen Herzkrankheiten und bei chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten nicht belegt ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 60 – 80 % der dort Tätigen Aktivraucher sind....


3. Sterberaten beim Krankheitsbild Depression


Neben den vom WHO-Kollaborationszentrum aufgeführten Todesfällen durch Suizid gilt die Depression als unabhängiger, kardialer Faktor. In der Statistik der Erkrankungsraten und Sterbefälle erscheint die Koronare Herzerkrankung als Ursache.

An dieser Erkrankung sind u.a. Risikofaktoren wie Aktivrauchen, Blutfette, Hochdruck etc. beteiligt. Seit 2005 wird durch wissenschaftliche Arbeiten sehr gut untermauert, dass die Depression bei der Auslösung dieser Herzerkrankungen genauso eine Wirkung hat wie das Aktivrauchen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie konstatiert für die koronare Herzkrankheit ein doppelt so hohes Risiko bei an Depression erkrankten Menschen gegenüber Gesunden. Studien, welche die klassischen Risikofaktoren wie beispielsweise Rauchen oder falsche Ernährung kontrollieren, bestätigen, dass die Depression als unabhängiger kardialer Risikofaktor gelten kann. Die Studie wurde auf dem Symposium vorgetragen....


4. Die BGN steht zu der Aussage, dass die bestehenden Verbote das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld auch in das private verlagert und dadurch eine Höherbelastung der Kinder durch Passivrauchen erreicht werden könnte....“


Und als Höhepunkt, dem man sich mit Genuss zuwenden kann:


Wir kennen das DKFZ als eine hervorragende wissenschaftliche Einrichtung, die an vorderster Front der Medizin kämpft. Wir würden es begrüßen, wenn das Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle, das am DKFZ angesiedelt ist, das Denken und wissenschaftliche Handeln des Hauses übernimmt, so dass eine objektive Ebene für die Zukunft geschaffen werden kann...“


http://praevention.portal.bgn.de/files/8804/BGN_Aussagen_zur_Passivrauchproblematik301107.pdf


Als kleiner Appetithappen und wegen der beachtenswerten Wortwahl, hier noch einige Zitate aus dem Dokument "Bewertung arbeitsbedingter Erkrankungen mittels Kennziffern und Expertisen“:


...Zunächst wurde die Passivrauchhysterie in den dargestellten Erscheinungsformen von der BGN widerspruchslos hingenommen, bis dem DKFZ-WHO-Kollaborationszentrum ein Kardinalfehler unterlief, indem es Dieselruß gesünder erschienen ließ als Passivrauch...

...Es ist der BGN gelungen die Methoden zu analysieren mit denen ein Wissenschaftsharakiri begangen wurde. Wir verfügen über Daten, welche die Wirklichkeit beschreiben, und können den Nachweis führen, dass die
relevanten Risiken in der Gastronomie nicht in der Passivrauchexposition und auch nicht im Kellnerbereich liegen, sondern in völlig anderen nicht mit Passivrauch belasteten Untergruppen des Gewerbezweiges...“


http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Bewertung_mittels_Kennziffern.pdf


Kurz gefasst: den Raucherdiskriminierungsgesetzen mangelt es an einer wissenschaftlichen Grundlage, die Behauptungen des Kollaborationszentrums halten einer Überprüfung nicht Stand. Die Verbote wurde auf Grund eines Propagandafeldzuges erlassen, den Bürgern wurde eine nicht vorhandene Gefahr vorgegaukelt. Die Konsequenzen daraus sind leicht zu ziehen.....


27.12.07 21:00

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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Thilo Thauer (10.1.08 18:12)
Ich verstehe die Gefährdungsdikusion nicht . Dachdecker und Straßenbauer arbeiten auch mit Bitumun . Das ganze ist an den Haaren herbeigezogen und wahrscheinlich sind Storchenstetistiken die Grundlage der Tabakgegner .


(23.1.08 23:13)
What the hell is a "Gefährdungsdikusion"??


boeserbodo / Website (30.1.08 23:39)
what the fuck is "Gefährdungsdiskussion"?
Eine Worthülse inhaltsleerer Politikabzocker, die uns dieses unsägliche Stasi-Gestapo-Gesetz bescheert haben und ihr verfasst seitenlange Abhandlungen...


boeserbodo / Website (30.1.08 23:41)
...der Holocaust für Raucher beginnt gerade


Ricci / Website (29.4.08 19:28)
wir könnten insgesamt mal die Lautstärke erhöhen!!!

Dem Freund das Herz, dem Feind die Stirn.