Vorbilder

Ziviler Ungehorsam ist leider kein ausgeprägt deutscher Charakterzug - ausser vielleicht bei der Steuererklärung. Öffentlich Flagge zu zeigen erfordert einen gewissen Mut und setzt Charakter voraus. Das erklärt wohl auch, warum es gegen all die Zumutungen unseres Alltags so wenig Protest gibt. Mehrwertsteuererhöhung, Harz IV - Verarmungsprogramme, "Gesundheitsreform", Bundestrojaner - die meisten lassen sich ohne nennenswerten Widerstand ihr Geld abnehmen oder ihr Privatleben regulieren. Schön, das es Ausnahmen gibt. Dieses Bilddokument erreicht uns aus der Augsburger Altstadt - Nachahmung empfohlen und erwünscht.


Wer von ähnlichen Aktionen weiss, möge mir bitte eine Info schicken oder einen Kommentar hinterlassen. Am Besten natürlich mit Bild, damit die Sache anschaulich wird ;-)

Eurer Freiraucher

24.6.07 02:02

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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


CoNTr (30.6.07 23:53)
Durch das Rauchen einer Zigarette werden 15000 bis 40000 Mikrogramm Feinstaub freigesetzt.
Der Emissionsgrenzwert für PKW (Euro4 Diesel) liegt bei 25000 Mikrogramm/km, Euro5 sogar nur 5000 Mikrogramm/km !

Eine gerauchte Zigarette erzeugt also mindestens 3 bis 8!!!! mal soviel Feinstaub wie ein moderner PKW-Motor pro km erzeugt!!! Bei 20 gerauchten Zigaretten entspräche das bis zu 160 gefahrenen Kilometern!!!

Und: Mit dem Auto wird nicht in geschlossenen Räumen gefahren!

Wissen Sie, wa Sie Ihren Mitmenschen antun???


Christoph / Website (2.7.07 01:24)
“Durch das Rauchen einer Zigarette werden 15000 bis 40000 Mikrogramm Feinstaub freigesetzt.”

Das ist falsch! Die Gefahrstofftabelle
http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Gefahrstofftabelle.pdf
benennt “particulate matter” unabhängig von der Größe. Feinstaub ist nur eine Teilmenge des Ganzen.

Feinstaub in der Luft in verrauchten Räumen bewegt sich in ganz anderen Dimensionen: In Dubliner Kneipen vor dem Rauchverbot ein Durchschnitt von 72 Mikrogramm Feinstaub PM10/Kubikmeter, in Kneipen im Raum München/Augsburg 220 Mikrogramm Feinstaub PM10/Kubikmeter.
Der Grenzwert für Industriearbeitsplätze liegt bei 3.000 Mikrogramm Feinstaub PM2.5/Kubikmeter.

Also ganz gefahrlose Größenordnungen in verrauchten Kneipen.
http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Kneipen_Irland.pdf
http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Gastronomie_keine_Giftkueche_5.pdf

Zum Vergleich: In Klassenräumen in bayerischer Schulen hat man mit 80 Mikrogramm Feinstaub PM2.5 pro Kubikmeter schon mal mehr gemessen als in einer Dubliner Spelunke vor dem Rauchverbot.
http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/umweltmedizin/doc/luft_ergebnisse.pdf

Ansonsten gilt, dass ein Auto im gleichen Zeitraum 100-1000 mal so viele Schadstoffe ausstößt wie eine brennende Zigarette.


rauchen-ist-out (9.7.07 00:35)
Kommentar zum Bild:

.....na ja wenn alle Raucher so dusselig sind und nicht einmal die deutsche Sprache beherrschen, dann verstehe ich auch warum sie rauchen.

Rauchverbot kommt weil Raucher immer und überall stinken; rücksichtslos! selber schuld!


Christoph / Website (13.7.07 20:26)
"weil Raucher immer und überall stinken"

Jaja, und früher hieß es: "Die Ausländer stinken" oder "Deutsche Waldesluft verträgt keinen Judenduft".


Berolina (21.7.07 23:21)
Was soll denn diese Scheisse?


Hans Peter (14.8.07 18:57)
Sommer 2005 in Köln Innenstadt nach einem harten Messetag. Suchte eine normale Speisegaststätte mit Nichtraucherbereich (kein etepetete Lokal). Nach 5 Anfragen (die Leute schauten mich an, als ob ich von einem anderen Stern kommen würde), die alle negativ waren hab ich´s entnervt aufgegeben. Ich denke, dass ein bisschen Rücksicht von beiden Seiten angebracht ist. Einige meiner Freunde sind Raucher - und komischerweise raucht keiner wenn am Tisch noch gegessen wird. Auch fragen sie mich und die anderen Nichtraucher, wenn sie eine "Fluppe paffen" möchten.
Übrigens - wir kommen bestens miteinander aus.

Beste und tolerante Grüße an beide Fraktionen

Hans Peter


freiraucher / Website (15.8.07 03:12)
@Peter
Hallo Peter,
vielen Dank für deine vermittelnden Kommentar. Du sprichst einen wesentlichen Punkt in dieser Debatte an, nämlich gegenseitige Rücksichtnahme. Aus meinen persönlchen Erfahrungen kann ich das gleiche berichten wie du, nämlich Zurükhaltung und Verständnis für Menschen, die Nicht-Rauchen. Bisher, mittlerweile in über 25 Jahren, habe ich mit nichtrauchenden Bekannten und Freunden damit niemals ein Problem gehabt, da man gegenseitiges Verständnis für die Bedürfnisse des Anderen hatte. Niemals wäre ich auch vor dem Aufkommen dieser Debatte auf den Gedanken gekommmen, meine Bekannte n und Freunde nach dem Kriterium zu wählen, ob sie Rauchen oder nicht. Leider hat die Politk diese Trennlinie gezogen. Das ist absurd. Menschen nach ihren Konsumgewohnheiten in Gut und Böse zu trennen ist einer freien Gesellschaft nicht würdig. Ein klein wenig Verständnis füreinander und, vielleicht ein einziges positives Ergebnis dieser Ausseinandersetzung, genügend Angebote für Nichtraucher in der Gastronomie, würden diesen "Krieg" überflüssig machen.
Kurioserweise gab es ausgerechnet in einer absolut unfreien Gesellschaft, nämlich in der untergegangenen DDR, eine praktische und lebensnahe Regelung: während der Essenszeiten herrschte Rauchverot. Damit könnte sicher jeder vernüftige Raucher und Nichtraucher hierzulande gut auskommen. Schade, dass die radikale Lösung favorisiert wurde.


Fadir (8.3.10 18:29)
Raucher werden diskriminiert