Raucher aller Länder, vereinigt euch!

Prof. Günter Ropohl, Emeritus der Technischen Fakultät Frankfurt/Main, u.a. Mitglied des Netzwerk-Rauchens, äussert sich zu den Raucherdiskrimierungsgesetzen:

Prof. Ropohl

Raucher aller Länder, vereinigt euch!

18 Millionen Deutsche sollen entrechtet werden, europaweit sogar mehr als 100 Millionen. Man will diesen Menschen das Recht verwehren, in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Tabak zu genies­sen. Damit würde man Millionen rauchender Menschen von der Teilhabe am öffentlichen Leben ausschliessen, kurz, man würde ihr Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung drastisch einschränken.

Man begründet diese Menschenrechtsverletzung mit der Behauptung, ein höherrangiges Gut stände auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit der Nichtraucher. Die Luft in der Umgebung von Rauchern, heisst es, würde mit Tabakrückständen versetzt, die, von Nichtrauchern unfreiwillig („passiv“ ) eingeatmet, tödliche Erkrankungen auslösen würden.

Zu dieser Behauptung, die vor rund dreissig Jahren in den USA erfunden wurde, sind unzählige Untersuchungen angestellt worden, die durchweg allein auf statistischen Schätzungen beruhen. Ihre Ergebnisse, widersprüchlich und unter Wissenschaftlern höchst umstritten, können nicht beweisen, das „Passivrauchen“ gesundheitsgefährlich wäre. Trotzdem behaupten Gesundheitsfunktionäre lautstark das Gegenteil und wollen mit wissenschaftlich fragwürdigen Spekulationen ein Grundrecht ausser Kraft setzen. Wegen eines bloss hypothetischen, unbewiesenen Risikos soll wirkliche Freiheit geopfert werden.

Gewiss kann Umgebungsrauch für eine Minderheit empfindlicher Nichtraucher lästig sein. Mit gutem Grund gab es bei den Bahnen seit langem getrennte Nichtraucher- und Raucherabteile. Solche Unterteilungen kann man überall im öffentlichen Raum vorsehen – statt, wie schon bei Fluglinien und bei einigen europäischen Bahngesellschaften geschehen, die Raucherabteile grundlos abzuschaffen. Raucher werden zunehmend diskriminiert, obwohl sie mit milliardenhohen Tabaksteuern die Staatsfinanzen bereichern.

Die Organisationsmenschen bei Fluglinien, Verkehrsbetrieben und öffentlichen Gebäuden missbrauchen die unbegründete Angst vor dem Tabakrauch als Alibi, um mit allgemeinen Rauchverboten lächerliche Reinigungskosten einzusparen. Das Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung soll auf dem Altar kleinlicher Knauserei geopfert werden. Das wird einer verfassungsrechtlichen Überprüfung mit Sicherheit nicht standhalten.

Die Organisationsmenschen gehören zu den so genannten „besseren Leuten“, und in diesen Kreisen ist das Rauchen aus der Mode gekommen. Die „besseren Leute“ aber haben die Macht im Lande. Was sie selbst, mehr oder weniger freiwillig, nicht mehr tun, wollen sie auch den anderen verbieten: den Friseusen und den Fernfahrern, den Bürodamen und den Handwerkern, den Verkäuferinnen und den Arbeitern, kurz, den „kleinen Leuten“, die sich allein nicht wehren können.

Der Kampf gegen die Raucherinnen und Raucher ist ein neuer Klassenkampf, ein Klassenkampf von oben: Gesundheitshysteriker und Organisationsmenschen verbünden sich, um ein Drittel ihrer Mitmenschen um Freiheit und Lebensfreude zu bringen. Wie einst die Arbeiterbewegung mit machtvollen Organisationen um ihre Rechte gekämpft hat, so müssen sich heute die rauchenden Menschen gegen die zunehmenden Unterdrückungsversuche wehren. Raucher aller Länder, vereinigt euch!

 

Netzwerk-Rauchen

Passiv-Rauchen

18.6.07 23:34

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Suterlin (20.7.07 20:08)
Grober Unfug, Herr Ropohl!


Christoph / Website (24.7.07 23:26)
Prof. Ropohl hat recht, die breite Masse sollte einige arrogante Figuren von ihren Sockeln holen.