Und wen schützen wir heute?

Ich habe mal eine kleine private "Erhebung" in meinem Stammcafe vorgenommen, in dem ich mehrmals die Woche verkehre. Der Gastraum war früher einmal eine kleine Kapelle und hat an der Stelle des ehem. Altars ein grosses Podest, von dem aus man einen prächtigen Überblick hat. So im Wochendurchschnitt zähle ich dort etwa 70% Raucher, eine Quote die das Personal eher noch übertrifft.


Das "bestätigt" meine Vermutung, dass der Anteil der Raucher unter den regelmässigen Gastrobesuchern deutlich höher ist als der Raucheranteil in der Gesamtbevölkerung.
Interessanterweise kommt dieser Aspekt eigentlich nirgendwo? zur Sprache. Man schickt sich an, einen grossen Bevölkerungsanteil vor Passivrauchen zu "schützen", der selten oder nie Gaststätten aufsucht.
Der Einwand, der jetzt zwangsläufig kommen muss: diese Menschen gehen nur deshalb nicht aus, weil sie den Rauch fürchten. Das bezweifle ich, was vermutlich jeder bestätigen kann, der sich einmal im weiten Freundes,- Bekannten,- Verwandtenkreis umsieht. Es ist wohl eher eine grundsätzliche Frage der Lebensführung: manche haben einfach keine Spass daran, andere sind zu geizig etc. etc.

Interessant: die taz hatte heute (21.3.07) eine Seite zum Thema Rauchverbot. Vorgestellt wurde u.a. eine Gastronomin aus Berlin, die ein Nichtrauchercafe mit grossem Erfolg eröffnet hat (soviel zum Markt!). Ein Rauchverbot nähme ihr den Wettbewerbsvorteil, sagt sie...

21.3.07 23:35

Letzte Einträge: 4000 Substanzen

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL