Die Zweite Posaune - BmB

Es ist Gründerzeit - überall im Land schließen sich Menschen zusammen, um sich gegen die inflationär zunehmende staatliche Gängelung zu wehren. Ganz neu ist auch der "Bund mündiger Bürger", der letzte Woche offiziell gestartet ist. Der BmB wendet sich gegen alle Zumutungen des Verbots,- und Überwachungsstaates - das ideale Sammelbecken für alle Unzufriedenen, und von denen gibt es inzwischen viele. Hier die Pressemitteilung zur Gründung:

 

Die Wahrheit als Waffe – neue Partei will den Verbotsstaat stoppen

Eine Gruppe engagierter Bürger in Rhein-Neckar fordert die gleichgeschalteten etablierten Parteien heraus. Der „Bund mündiger Bürger“, kurz BmB, hat am 16. Januar 2008 die Zulassung beim Bundeswahlleiter beantragt. Ihr Ziel: die Wiederherstellung der Bürgerrechte und die Abkehr vom Verbots- und Überwachungsstaat.


Worms, 16.01.2008. Eine neue politische Kraft geht nach kurzer intensiver Vorarbeit in Stellung. Der Vorsitzende Johannes Brender, erfolgreicher IT-Unternehmer im badischen Schwetzingen, erläutert die Gründe: „Alle Regierungsparteien, gleich ob in den Ländern oder im Bund, untergraben systematisch die Grundrechte der Bürger. Es fehlt an einer wählbaren Alternative. Diese Lücke wollen und müssen wir schließen. Wir wollen, weil die Gründungsmitglieder sich als echte Demokraten verstehen, wir müssen, weil wir es als unsere Bürgerpflicht ansehen, die gefährdete freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verteidigen.“

Es sind zwei entscheidende Punkte, die den BmB vom Establishment unterscheidet. Der erste ist Programm und steht dort wohl überlegt an der Spitze: es ist die Verteidigung individueller Freiheit, die Rückeroberung des grundgesetzlich garantierten Rechts, unbehelligt nach eigener Vorstellung zu leben. Der zweite entscheidende Punkt setzt bei der Ursache stets wachsender Politkverdrosseheit an: der alltäglichen und allgegenwärtigen politischen Lüge. Johannes Brender: „Wir sind ganz normale Bürger ohne politische Erfahrung, aber wir haben jetzt schon einen unaufholbaren Vorteil: wir sagen die Wahrheit, immer und überall und daran lassen wir uns gerne messen. Nichts ist überzeugender als Ehrlichkeit – die Masse der Politiker weiß gar nicht mehr, was das bedeutet.“


Zur Frage, warum es um die Bürgerrechts so schlecht stehe, dass es einer neuen politischen Kraft bedarf, nennt der BmB das Schlagwort „Verbots- und Überwachungsstaat“. Der Staat greift beinahe täglich immer tiefer in die private Lebensführung der Bürger ein: Videoüberwachung, Online-Überwachung, Aufhebung des Bankgeheimnisses, Sanktionen wegen Abweichung vom staatlich gewünschten Körpergewicht, Rauchverbote in bislang privaten Bereichen, gezielte Verarmungsprogramme, um Billigst-Arbeitskräfte zu schaffen, die Liste ließe sich noch lange fortführen, und genau dies plant der „Bund mündiger Bürger“ – all diese Fehlentwicklungen aufzuzeigen, aufzuhalten und umzukehren. Der Vorsitzende bringt es auf den Punkt:


Wir fordern den gläsernen Staat statt des gläsernen Bürgers“.


Erreichen will der BmB seinen ehrgeizigen Ziele mit Köpfchen und Originalität. Johannes Brender: „Unser erstes Zwischenziel ist greifbar nahe, nämlich die Mindestmitgliederanzahl von 400 Personen, um als Partei zu Wahlen zugelassen zu werden. Die Anfragen nach einer Mitgliedschaft stapelten sich schon lange vor der endgültigen Gründung, so groß ist die Unzufriedenheit der Menschen. Die ersten Aktionen werden eine Überraschung sein, vor allen Dingen für einige der schlimmsten Lügner in diesem Staat. Wir werden ihnen die Wahrheit direkt vor die Nase halten. Das ist ein Versprechen.“

Die sieben Gründungsmitglieder, die zugleich den Vorstand bilden, sind nach eigener Aussage ganz normale Bürger aus den unterschiedlichsten Berufen. Zusammen gebracht hat die bislang allesamt politisch nicht-aktiven Bürger staatlicher Druck: auf der Suche nach Möglichkeiten gegen die gerade entstehenden Rauchverbote in der Gastronomie etwas zu unternehmen, lernten sie Wolfgang Stengel, den Wirt des „Catweazle“ in Mannheim-Neckarau kennen. Die von ihm initiierte „Sammelklage“ vor dem Bundesverfassungsgericht brachte die Gruppe in der kleine Kneipe zusammen – bald war die Idee geboren, zum Verbotsstaat ein politisches Gegengewicht zu setzen. Daraus entstand innerhalb weniger Monate der Bund mündiger Bürger.


Druck erzeugt Gegendruck, sagt der Volksmund – daran könnte etwas Wahres sein.

Weitere Infos: http://www.my-bmb.de

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Die Erste Posaune

Sieben Posaunen brachten die Mauern Jerichos zu Fall – die Festung der Tabakprohibition erzittert jetzt unter dem ersten grossen Gegenschlag, geführt von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN).

Das von der BGN im September veranstaltete Symposium zum Thema Tabakrauch am Arbeitsplatz zeitigt weitreichende Folgen für die Verbotstreiber. In einer Presseerklärung zur Veranstaltung lesen wir geradezu unglaubliches – der BGN fordert eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die sogenannten Nichtraucherschutzgesetze – die „Studien“ des Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle beim DKFZ, also die Werke Frau Pötschke-Langers und Prof. Keil, hält er gerade nicht für eine solche! Starker Tobak.

Im Einleitungstext der auf der Website des BGN neu geschaffenen Rubrik „Wissenschaft und Forschung“ erläutert Prof. Dr. med. R. Grieshaber, der wissenschaftliche Leiter, warum er den bisher verbreiteten Behauptungen über die angebliche Schädlichkeit des Passivrauchs auf den Grund gehen will (Hervorhebungen von mir):


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

bei der Passivrauchdiskussion sind wissenschaftliche Diskussionen aufgetreten. Unsere Position wurde mit verschiedenen Kernaussagen zur Kausalität untermauert.

Die Vorträge und Fragen zum Symposium "Tabakrauch am Arbeitsplatz" vom 23./24. Oktober 2007 in Mannheim sind hier zur Bewertung ins Internet gestellt. Im Zusammenhang mit der DKFZ–WHO-Stellungnahme hat unsere Positionierung besondere Bedeutung. Wir hoffen auf eine faktengebundene Antwort, die sich wissenschaftlich mit dem Diskussionsstand befasst. Wir als BGN müssen uns mit Kausalität befassen. Korrelationen, wie sie im Moment weltweit angeboten werden, sind für unsere Fragestellungen und Lösungsansätze nicht brauchbar.

Das auslösende Moment, das ein Hinterfragen der DKFZ-WHO-Hypothesen zum Passivrauch geradezu herausforderte, war der "Garagenversuch", der in der "Roten Reihe" des DKFZ veröffentlicht wurde und großes öffentliches Aufsehen erregte. Es wurde der Eindruck erweckt, dass Dieselruß als Feinstaub gegenüber Passivrauchfeinstaub ein Gesundbrunnen sei. Dies hat unseren Glauben an die Methoden des DKFZ–WHO-Kollaborationszentrums ganz wesentlich erschüttert (Näheres finden Sie in den Ausführungen von Herrn Dr. Rietschel in der Anlage). Auch die Berechnung der 3300 Toten ist für uns bis jetzt nicht nachvollziehbar. Beim Hinterfragen dieser Hypothesen sind wir zu erschütternden Ergebnissen gekommen. Einen Teil davon haben wir jetzt ins Internet gestellt. Wir werden weitere nachliefern, um die Diskussion etwas näher an die Wirklichkeit heranzubringen.

Prof. Dr. med. R. Grieshaber „


http://praevention.portal.bgn.de/webcom/show_article.php/_c-8820/_nr-1/i.html


Nun, ich denke es wirkt ganz ohne Kommentar, liest man was sich eine Institution wie der BGN genötigt fühlte auszuführen. Die Schärfe der Formulierungen ist, das sei hier noch erwähnt, für einen Wissenschaftler doch sehr ungewöhnlich...hier hielt er sie offenkundig für angebracht.


Wir dürfen mit grosser Spannung erwarten, wie die Tabakpräventierer die gestellten Fragen beantworten wollen, ohne zuzugeben, dass ihnen bis heute jeder Beweis für ihre Behauptungen zum Passivrauch fehlt.


Weil es so gut tut, einige Sätze aus der Presseerklärung:


...

1. Wir stehen zu der Aussage, dass die Entscheidungsgrundlagen für
Rauchverbote in deutschen Gaststätten zweifelhaft sind.


Die bisher vom Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle vorgelegten wissenschaftlichen Methoden sind für Kausalbetrachtungen nicht geeignet. Die beiden propagierten Thesen, ein Molekül genügt für die Erkrankung“ und „ein Luftaustausch mit Windstärken eines Tornados genügt nicht zur Elimination der Schadstoffe“ sind inhaltlich unzutreffend. Eine wirksame Prävention durch Risikominimierung baut zu Recht auf der Dosis-
Wirkungsbeziehung auf.....


...Es ist bezeichnend für die Vorgehensweise des Kollaborationszentrums, dass zunächst die 3.300 Passivrauch-Toten von dieser Seite benannt und in die politische Willensbildung eingebracht werden, nun aber eine Diskussion über diese Berechnung „aus ethischen Gründen“ abgelehnt wird.


Wir stellen nicht die Frage: „Sind es wirklich 3.300 Tote?“, sondern:


Wie ordnen Sie die benannten Todesfälle der Ursache Passivrauch zu?

Wurden Kofaktoren (z.B. weitere Erkrankungen) berücksichtigt und methodisch kontrolliert, wenn ja, auf der Grundlage welcher Daten?

Die passivrauchbedingte Sterblichkeit in der Altersgruppe 85 und älter soll laut dieser Studie bei Frauen um den Faktor 2,6 (bei Schlaganfall) und 2,2 (bei
Koronarer Herzkrankheit) höher liegen als bei den Männern. Bezieht man nun die Sterbefälle auf die Bevölkerung und errechnet damit eine altersgruppenspezifische Sterberate, so ergibt sich eine völlig andere Relation, nämlich nahezu 1:1. Das heißt, dass die Sterblichkeit bei beiden Diagnosegruppen zwischen den Geschlechtern nur einen geringen bzw. keinen Unterschied aufweist. Wie sind solche Artefakte und deren falsche Interpretationen in den öffentlichen Diskussionen zu erklären?

Im Band 5 der „Roten Reihe“ wird bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine relativ schnelle Herstellung des alten Gefäßzustandes beschrieben. Wie passen diese Ergebnisse zu den größtenteils über 75 Jahre alten (zumeist weiblichen?) Passivrauch-Toten, deren Tod durch Passivrauch mit Latenzzeiten der Erkrankungen begründet wird?...


2. Wir stehen zu der Aussage, dass ein erhöhtes, im Rahmen der Anerkennung als Berufskrankheiten relevantes, Gesundheitsrisiko im Gastronomiebereich bei Lungenkarzinomen, bei ischämischen Herzkrankheiten und bei chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten nicht belegt ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 60 – 80 % der dort Tätigen Aktivraucher sind....


3. Sterberaten beim Krankheitsbild Depression


Neben den vom WHO-Kollaborationszentrum aufgeführten Todesfällen durch Suizid gilt die Depression als unabhängiger, kardialer Faktor. In der Statistik der Erkrankungsraten und Sterbefälle erscheint die Koronare Herzerkrankung als Ursache.

An dieser Erkrankung sind u.a. Risikofaktoren wie Aktivrauchen, Blutfette, Hochdruck etc. beteiligt. Seit 2005 wird durch wissenschaftliche Arbeiten sehr gut untermauert, dass die Depression bei der Auslösung dieser Herzerkrankungen genauso eine Wirkung hat wie das Aktivrauchen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie konstatiert für die koronare Herzkrankheit ein doppelt so hohes Risiko bei an Depression erkrankten Menschen gegenüber Gesunden. Studien, welche die klassischen Risikofaktoren wie beispielsweise Rauchen oder falsche Ernährung kontrollieren, bestätigen, dass die Depression als unabhängiger kardialer Risikofaktor gelten kann. Die Studie wurde auf dem Symposium vorgetragen....


4. Die BGN steht zu der Aussage, dass die bestehenden Verbote das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld auch in das private verlagert und dadurch eine Höherbelastung der Kinder durch Passivrauchen erreicht werden könnte....“


Und als Höhepunkt, dem man sich mit Genuss zuwenden kann:


Wir kennen das DKFZ als eine hervorragende wissenschaftliche Einrichtung, die an vorderster Front der Medizin kämpft. Wir würden es begrüßen, wenn das Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle, das am DKFZ angesiedelt ist, das Denken und wissenschaftliche Handeln des Hauses übernimmt, so dass eine objektive Ebene für die Zukunft geschaffen werden kann...“


http://praevention.portal.bgn.de/files/8804/BGN_Aussagen_zur_Passivrauchproblematik301107.pdf


Als kleiner Appetithappen und wegen der beachtenswerten Wortwahl, hier noch einige Zitate aus dem Dokument "Bewertung arbeitsbedingter Erkrankungen mittels Kennziffern und Expertisen“:


...Zunächst wurde die Passivrauchhysterie in den dargestellten Erscheinungsformen von der BGN widerspruchslos hingenommen, bis dem DKFZ-WHO-Kollaborationszentrum ein Kardinalfehler unterlief, indem es Dieselruß gesünder erschienen ließ als Passivrauch...

...Es ist der BGN gelungen die Methoden zu analysieren mit denen ein Wissenschaftsharakiri begangen wurde. Wir verfügen über Daten, welche die Wirklichkeit beschreiben, und können den Nachweis führen, dass die
relevanten Risiken in der Gastronomie nicht in der Passivrauchexposition und auch nicht im Kellnerbereich liegen, sondern in völlig anderen nicht mit Passivrauch belasteten Untergruppen des Gewerbezweiges...“


http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Bewertung_mittels_Kennziffern.pdf


Kurz gefasst: den Raucherdiskriminierungsgesetzen mangelt es an einer wissenschaftlichen Grundlage, die Behauptungen des Kollaborationszentrums halten einer Überprüfung nicht Stand. Die Verbote wurde auf Grund eines Propagandafeldzuges erlassen, den Bürgern wurde eine nicht vorhandene Gefahr vorgegaukelt. Die Konsequenzen daraus sind leicht zu ziehen.....


Zusammenbrechende Kartenhäuser

Es folgt ein Nachschlag zum vorherigen Beitrag. Die Mannheimer Fachtagung zur Frage Gefahren durch Tabakrauch am Arbeitsplatz endete in einem bemerkenswerten Höhepunkt, der einen vorläufigen Tiefpunkt für die Passivrauch-Ideologen markiert. Deutlicher hätte selbst eine öffentliche Erklärung der Haltlosigkeit der bisherigen Behauptungen durch Pötschke-Langer die fehlende wissenschaftliche Grundlage der Rauchverbote nicht belegen können.

Der Erfinder der 3.301 Passivrauchtoten, Professor Ulrich Keil, entzog sich einem akademischen Diskurs zu seiner These durch Flucht! Eine grössere Blamage ist kaum mehr denkbar. Die Wahrheit kämpft sich ans Licht.

 

Als zweifelhaft bezeichnete Professor Romano Grieshaber, Leiter des Bereichs Prävention der BGN, Thesen wie jener von "3300 jährlichen Toten durch Passivrauch" oder Aussagen, wonach von Passivrauch größere Gefahr als von Dieselruß ausgehe. Bei genauerem Hinsehen habe sich gezeigt, dass zwei Drittel der 3300 Toten älter als 85 Jahre waren, nannte Grieshaber die Todesursache Passivrauch für diese Altersgruppe unglaubwürdig. "Der bei unserer Tagung vortragende Professor Ulrich Keil hat diese Zahl in die Welt gesetzt, die rein rechnerisch ermittelt wurde. Auf meine Nachfrage dazu hat er den Raum verlassen", kritisiert Grieshaber in der Diskussion ein Zuviel an ideologisch vorgefassten Meinungen gegenüber einem Mangel an überprüfbaren wissenschaftlichen Fakten.

 

 

Rauchverboten fehlt die Grundlage

Fakten können lästig sein, wenn sie sich nicht in das herrschende ideologische Konzept einfügen lassen. Beliebt und effektiv sich eines solchen Problems zu entheben: über die Wahrheit schweigen und den Glauben beschwören.

Auf diese Weise wurde der Boden für die unsinnigen Rauchverbote vorbereitet. Doch jeder Glaube hat seine Ketzer. Einer, Romano Grieshaber, Professor für angewandet Prävention an der Universität Jena, hat sich kritisch zu den Grundlagen der Rauchverbote geäussert. Hoffen wir, das die Inquisition ihn nicht zu fassen bekommt:

 

Zwei Drittel der 3.300 "Passivrauch-Toten" älter als 85
Entscheidungsgrundlagen für Rauchverbote in deutschen Gaststätten zweifelhaft

   Mannheim (ots) - "Tabakrauch birgt gesundheitliche Risiken. Aber 
der große Teil der Grundlagen politischer Entscheidungen für ein
Rauchverbot in Gaststätten kann hinterfragt werden!" Diese Auffassung
vertrat Romano Grieshaber, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft
Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) und Professor für angewandte
Prävention an der Universität Jena anlässlich des Symposiums
"Tabakrauch am Arbeitsplatz" am 23. und 24. Oktober in Mannheim.
Viele der angewandten statistischen Methoden, und damit die
ermittelten Daten, seien zumindest diskussionswürdig.

Vor nationalen und internationalen Fachleuten bezog sich
Grieshaber dabei sowohl auf die Zahl von 3.300 jährlichen Toten durch
Passivrauch (ETS) in Deutschland wie auch auf Aussagen, nach denen
von Passivrauch größere Gesundheitsgefahren ausgingen als von
Dieselruß. Grieshaber führte aus, genaueres Hinsehen zeige, dass bei
den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel der untersuchten Fälle
älter als 85 Jahre waren. Da sei es recht schwierig, allein
Passivrauch als Todesursache anzunehmen.

In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen Beschäftigten keine
Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im Gaststättenbereich:
nicht bei Lungenkarzinomen, nicht bei ischämischen Herzkrankheiten
und auch nicht bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. In
Irland seien die Todesfälle durch Herzerkrankungen bereits vor dem
Rauchverbot rückläufig gewesen. Messungen, nachdem Dieselruß weniger
gefährlich sein solle als der Rauch von Zigaretten hätten sich als
unhaltbar erwiesen, weil mit falschen Messgeräten gearbeitet wurde.
Kuriose Aspekte und offene Fragen, die offenbar niemand bisher
bemerkt oder diskutiert habe.

Ähnliche Todeszahlen bei Depressionen und Passivrauch

"Bei Erforschung der Kausalitätsfragen müssen wir uns der
vielfältigen variablen Rahmenbedingungen annehmen", so Grieshaber.
Co-Faktoren, die als Vermittler oder als solche mit gleicher Wirkung
in eine Erkrankung eingriffen, müssten beachtet werden und für die
Analyse bekannt sein. So finde man bei Depressionen ähnliche
Sterberaten wie als Folge aktiven Zigarettenkonsums. Grieshaber wies
im Hinblick auf die Beschäftigten in der Gastronomie auf die
besonderen sozioökologischen Rahmenbedingungen hin, wie sie allgemein
in der erwerbstätigen Bevölkerung nicht zu finden seien. Deutliche
Unterschiede zu den Gruppen der Normalbevölkerung seien
beispielsweise die Altersverteilung, die Vielfalt der vertretenen
Nationalitäten, gastronomiespezifische Berufsbildungs- und
Tätigkeitsvorgeschichten, Schulbildung und die Besonderheiten wie
Samstags-, Sonntags-, Nacht- und Schichtarbeit. Wie aus einer im
Rahmen des Symposiums vorgestellten Untersuchung des
Umweltbundesamtes hervorgehe, seien diese sozioökologisch
herausgearbeiteten Gruppen sehr starke Raucher und damit auch mit den
bisher schwerpunktmäßig angebotenen Anti-Raucherprogramm nicht
anzugehen. Vielmehr werde in Kinder- und Jugendarztkreisen
diskutiert, dass ein Verbot das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld
auch in das private verlagere, mit dem Ergebnis einer Höherbelastung
der Kinder durch Passivrauch.
 

 

Auf die Barrikaden

Der Rheinland-Pfälzische Landtag hat am Mittwoch gegen die Stimmen der CDU und FDP das regionale Raucherdiskriminierungsgesetz verabschiedet. Aus Angst vor ihren eigenen Wählern hat die alleinregierende SPD sich allerdings nicht getraut, den Unsinn noch vor der Faschingszeit in Kraft treten zu lassen.

Kurz zuvor bin ich im Rahmen der Unterschriftenaktion von Netzwerk-Rauchen eine Woche durch die Wormser Gastronomie getingelt und habe ca. 1.000 Unterschriften von Gästen und Wirten gesammelt und natürlich die Stimmung in der Stadt eingefangen. Die ist nicht gut (hallo SPD!). Die Zwangsregelung wird beinah zu 100 % abgelehnt und die Meisten machen sich grosse Sorgen um ihre Zukunft; wie die Erfahrungen im Ausland zeigen: völlig zu Recht.

Was weiter geschah stand am Donnerstag in der Wormser Zeitung:

 

Raucher in letzter Minute auf Barrikaden

Initiative fordert Wahlfreiheit in der Gastronomie und erhält von Wirten viel Zuspruch

Vom 27.09.2007

Gestern hat der Landtag das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten beschlossen. Im Vorfeld versuchten bekennende Raucher wie Michael Löb, die Entscheidung zu beeinflussen. Der Wormser sammelte 1000 Unterschriften, die er nach Mainz schickte.


Von

Roland Keth

Eine Woche sei er allein in Worms umhergelaufen, habe in Kneipen und Gaststätten Unterschriftenlisten ausgelegt. "Mehr Zeit hatte ich leider nicht. 99 Prozent der Wirte haben auf meine Initiative sehr positiv reagiert. Sie haben meine Listen sogar kopiert und weiter verteilt", berichtet der 41-Jährige. Verwunderlich sei diese Unterstützung nicht, meint der als freier Autor und Ghostwriter arbeitende Glimmstängel-Liebhaber. "Gerade die Einraumkneipen sehen sich vor dem Aus."

Die 1000 Unterschriften, die er eingesammelt hat, schickte Michael Löb an den SPD-Landtagsabgeordneten Jens Guth. Die Namenszüge stehen unter folgendem Text: "Lassen Sie den Wirten die Wahl, Ihre Gaststätte als Raucher- oder Nichtraucherlokal zu kennzeichnen oder getrennte Zonen auszuweisen. Lassen Sie den Gästen die freie Entscheidung, ob sie in eine Kneipe, ein Restaurant oder eine Disco gehen möchten, wo geraucht werden darf."

Die Menschen in Worms seien für Freiheit und Gemütlichkeit, glaubt Michael Löb und sieht sich in seinem Kampf unterstützt vom Bundesvorsitzenden des Netzwerk Rauchens, Christoph Lövenich. Löb wiederum ist Sprecher des gerade erst vor zwei Wochen gegründeten Regionalverbandes Rhein-Neckar, dem derzeit zehn Personen angehören.

Nach eigenen Angaben handelt es sich bei diesem Netzwerk um eine "überparteiliche und von der Tabakindustrie und anderen wirtschaftlichen Interessen unabhängige" Organisation. "Unser Netzwerk hat in zahlreichen Analysen und Untersuchungen das Hauptargument der Anti-Raucher, die vermeintliche Gefährdung durch Passivrauch, als Interessen geleitete Irreführung entlarvt, die nicht auf Fakten beruht. Das Rauchverbotsgesetz in Rheinland-Pfalz lehnen wir ab", sagt Löb und sieht sich dabei in voller Übereinstimmung mit seinem Bundesverband.

Viele Menschen würden durch die geplante Regulierung in ihrer Handlungsfreiheit erheblich eingeschränkt. Außerdem lasse die Entwicklung der Gastronomie in Baden-Württemberg nach Einführung des Rauchverbots nichts Gutes erwarten, argumentiert Löb. "Sie müssen abends mal nach Mannheim fahren. Das ist eine tote Stadt geworden." Die Besucherzahlen in den Gastronomiebetrieben sind seiner Einschätzung nach massiv in den Keller gerauscht. Gefreut hat ihn, dass er Unterstützung von unerwarteter Seite bekam. "Ich schätze, dass jede zehnte Unterschrift von einem Nichtraucher stammt."

Weitere Infos unter http://freiraucher.myblog.de. und "www.netzwerk-rauchen.de".

 

In der Printausgabe findet sich noch folgende Ergänzung:

Die Reaktion

SPD-Landtagsabgeordneter Jens Guth hat sich bei seinem Abstimmungsverhalten nicht von Michael Löb beeinflussen lassen. " Ich stehe hundertprozentig hinter dem Nichtrauchergesetz. Es geht hier um den Schutz von Nichtrauchern und nicht um die Diskriminierung der Raucher."

 

Wenn sich Herr Guth da mal nicht ein Eigentor geschossen hat.

 

 

 
 

Rauchende Mutter verprügelt

Jetzt ernten die Gesundheitsfaschisten names Bätzing, Pötschke-Langer, Binding und Co., was sie gesät haben: Blockwartseelen im ganzen Land fühlen sich berufen und aufgefordert, das "Recht" in die eigenen Hand zu nehmen, und behandeln ihre Mitbürger, die nicht so sind, wie sie sie gerne hätten, als Freiwild , mit dem man nach belieben Verfahren kann.

Ein Renter in Wilhelmsburg ging mit grober Gewalt gegen eine Frau vor, die mit ihrem Kleinkind einen Fahrstuhl benutzen wollte. Um sich an seine "besten" Jahre als Lageraufsicht in Auschwitz zu erinnern, ist der Herr allerdings zu jung. Seine Motive: Aufforderung durch Politik (z.B. durch Ulla Schmidt), Verstösse gegen das unbegründete Raucherdiskriminierungsgesetz, solle jeder Bürger "überwachen". Neben diesem selbstgerechten Kriminellen, der gegen eine Mutter in Begleitung eines Kindes gewalttätig wurde, gehören genauso diese Politiker auf die Anklagebank!

 

Frau verprügelt - wegen Zigarettenqualm

Im Streit um Zigarettenqualm hat ein 63 Jahre alter Mann im Fahrstuhl der S-Bahn-Station Wilhelmsburg zwei Frauen (30, 31) zunächst beschimpft und dann eine von ihnen mit seinem Spazierstock geschlagen.

Die Frauen, beide mit brennender Zigarette, waren gegen 15.20 Uhr mit ihren zwei Kleinkindern und einem Kinderwagen in den Fahrstuhl eingestiegen, als Dieter L. dazutrat und ebenfalls einsteigen wollte. "Machen Sie die Zigarette aus", soll L. gesagt haben. Die Mütter wiesen ihn darauf hin, dass kein Platz mehr im Fahrstuhl sei und forderten ihn auf, die Treppe zu nehmen. Der Rentner soll sie daraufhin laut beschimpft haben. Die Kinder seien dadurch so sehr verängstigt worden, dass sie anfingen zu weinen. Plötzlich schlug der aufgebrachte Mann mit seinem Gehstock auf die 31-Jährige ein, die sofort über Handy die Polizei alarmierte. Bundespolizisten konnten den Mann schließlich in einer abfahrbereiten S-Bahn stellen. Sein Opfer erstattete Strafanzeige. Dieter L. war vorher polizeilich nicht in Erscheinung getreten.

Erst vor etwa zwei Wochen war es in einer S-Bahn zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Ein 46-Jähriger hatte auf der Fahrt vom Bahnhof Harburg zum Hauptbahnhof mehrere Menschen bepöbelt und einen 32-Jährigen geschlagen.

öt erschienen am 20. September 2007

 

 
 

Irland: private party

Ein Freund berichtet live aus Irand und widerlegt die in den Medien verbreitetet Mär vom Funktionieren der dortigen Raucherdiskriminierung. Hätte mich auch gewundert, wenn so eigenwillige Menschen wie die Iren sich einfach jeder Vorschrift fügen, besonders wenn es ihre überbrachte Kultur dramatisch beschränkt:

 

Liebe Mitstreiter
ich hab gerade Besuch aus Irland gehabt.Die Regierung ist
in Bedrängnis, weil die Forderung nach Raucherlokalen immer
lauter wird.
Um das Gesicht zu wahren gilt ein Wintergarten mit Ober-
licht (3/4 qm,) als behördlich zugelassen um offiziell im
" Freien" zu rauchen.Von wegen in Irland klappt das wunder-
bar. Jeder Wirt kann das Schid "private party" an die Tür
hängen, diese abschliessen und die Polizei hat dann keinen
rechtlichen Zutritt. Es wird geraucht wie früher,nur die
Polizei ist ausgesperrt.
Soviel zu dem Märchen in Irland klappt es mit dem Nicht-
rauchen. Eine reine Phantasie von NR-Taliban!
Gute Nacht